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Nici Jost, Fotografie Installation
Ausstellung in Zusammenarbeit mit balzer-art-projects, Basel: 13. Februar bis 9. März 2012,
gemeinsam mit Angelika Schori, Claudia Waldner und Denise Kratzer.
• Biografie Nici Jost PDF

 

 

   
 
   
 
 

 

 

Wahrnehmungsschichtungen
Mit ihren Video-Objekten ist es der jungen Künstlerin Nici Jost gelungen, in kurzer Zeit zu einer eigenen, unverwechselbaren Ausdrucksweise zu finden. Ein Schuh, eine Wiese, ein Schmuckkästchen, eine Tasse und ein Ohr "I spy with my little eye" (2011) – ebenfalls in der Ausstellung zu sehen – waren bisher Träger und Hüllen ihrer versteckten Videoarbeiten. Das neue Werk "Minimassive Black Hole" zeigt sich zunächst als ein, auf dem Boden platziertes, kleines, hautfarbenes Objekt mit unbestimmter Form. Schaut man in die kraterförmige Öffnung hinein, so sieht man zunächst – sich selbst, gespiegelt in den Glaskugeln, welche den Innenraum füllen, und hört sanft plätscherndes Wasser. Allmählich arbeitet das Auge sich zu dem winzigen Video vor, welches im Boden eingelassen ist und man wird Beobachter einer Transformation und Auslöschung: Die Künstlerin, ganz in pink gekleidet, sieht man von oben und schaut zu, wie sie plötzlich verschwindet. Schwarze Farbe hat sie übergossen, nur die Hände blitzen noch hell. Nicht seine Zerstörungskraft sondern seine Anziehung auf körperlicher, visueller und auditiver Ebene – ein stetes Wasserplätschern ist zu hören – lässt dieses Video-Objekt an ein galaktisches Schwarzes Loch denken.

  Françoise Theis, Kunstwissenschaftlerin, Basel
(Auszug aus der Eröffnungseinführung vom 12. Februar 2012)